Mittwoch, 15. November 2017

#33/2017 [Rezi] Daverick Leggett - Selbstheilung durch Ernährung





















Autor: Daverick Leggett
Übersetzung: Erika Ifang
Genre: Sachbuch, Selbsthilfe
Preis: € 9,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 04.03.2011
Seiten: 448
Meine Wertung: 4 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann



Fundierte Einführung in die Theorie der chinesischen Ernährungslehre mit exquisiten Rezepten

Daverick Leggett stellt die Grundprinzipien der Ernährungslehre nach der traditionellen chinesischen Medizin vor, mit deren Hilfe wir die Energien in unserem Körper harmonisieren können. Eine Vielzahl leckerer Rezepte, begleitet von Energieanalysen, helfen, das Yin und Yang der Ernährung in den Alltag zu integrieren. Ein geniales Handbuch der Koch- und Lebenskunst.



Ich bin ein großer Fan der Chinesischen Heilkunde - schon längst ist auch in den westlichen Regionen bekannt geworden, dass es nicht nur Humbug ist sondern die traditionellen Methoden die seit Jahrhunderten übermittelt wurden wirklich Hand und Fuß haben. Schon lange bin ich selbst ein Gegner davon körperliche Beschwerden mit starken Medikamenten zu bombardieren. Ich versuche seit Jahren die Menge an Tabletten möglichst gering zu halten. 

Hier greift die TCM und Daverick Legget hat im vorliegenden Buch eine Brücke gebaut und Chinas Lehren zu uns in den Westen geholt. Er beginnt mit den Zusammenhänge im menschlichen Körper aus Sicht der Chinesischen Medizin und zeigt die Unterschiede zur Schulmedizin. Das wichtigste Grundprinzip ist, dass es niemals eine einzige losgelöste Ursache gibt, die man bekämpft, sondern der Körper und Geist wird als Einheit betrachtet. Es gibt keine Heilung wenn man nicht auf allen Ebenen arbeitet. 

So sagt er zb, dass eine ausgewogene Ernährung auf der Kombination der verzehrten Nahrungsmittel, der Art ihrer Zubereitung, und der Gedanken des Essers selbst beruht. (siehe Seite 10) 

Die Energie die wir während des Kochens und auch Essens aussenden, beeinflusst also die Art und Weise wie die Mahlzeit von unserem Körper aufgenommen wird. Ich selbst neige dazu alles schnell fertig haben zu wollen (ich koche nicht soo gerne muss ich zugeben) dieser Punkt macht mich sehr nachdenklich und ich werde daran arbeiten, das Essen in Ruhe und respektvoll zu verarbeiten. 

In der TCM gibt es Wetterähnliche Begriffe, die den Körper heimsuchen. (Wind, Nässe, Wärme und Kälte) über Jahrhunderte haben sich diese Begriffe entwickelt und zeigen so etwas was durch die Beobachtung der Natur entstanden ist. Daverick Leggett erklärt im Verlauf des Buches sehr genau, welche Organe wie betroffen sein können und der anschliessende Rezeptteil baut dann auf diese Begriffe auf. bei jedem Rezept steht bei welchen Teil es hauptsächlich unterstützt und wie die Zutaten wirken sollen. 

Ich habe leider einige Allergien und Unverträglichkeiten und deshalb fallen sehr viele Rezepte aufgrund ihrer Zutaten für mich weg, aber ich habe mich an einem Linsen Dal versucht, was ich euch nicht vorenthalten möchte. 


Trotz der für den westlichen Gaumen ungewohnten Gewürzkombinationen bin ich sehr angetan davon! Schmeckt wirklich sehr lecker und war sehr einfach nachzukochen. 

Überrascht hat mich allerdings die Menge an Gewürzen die hineinkommt - ich war da wohl immer etwas zu zögerlich bisher. 

Ein sehr interessantes und logisch aufgebautes Buch, was ich jedem empfehlen kann der sich für die traditionelle Chinesische Heilkunde interessiert. Die Rezepte sind vielfältig und interessant - es gibt Suppen, Salate, Getreide und Fleisch Gerichte und im Anhang das wichtigste eine Nahrungsmittelübersicht wo man anschauen kann, welches Nahrungsmittel wofür gedacht ist. 




Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an Bloggerportal und den Goldmann Verlag .

(unnötig zu erwähnen, dass diese Rezension natürlich trotzdem zu 100% meine eigene Meinung widerspiegelt)

#32/2017 [Rezi] Clara Weiss - Ich will brav sein





















Autor: Clara Weiss
Übersetzung: -
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 19.06.2017
Seiten: 417
Meine Wertung: 3 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann


Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät ...


 Juli kommt frisch aus Berlin um in München Psychologie zu studieren. Bei ihrer Suche nach einer Bleibe trifft sie auf die junge Theaterschauspielerin Greta die zufällig einen Untermieter für ein kleines Zimmer im Dachgeschoss sucht.

Die beiden Frauen freunden sich sehr schnell an und Juli findet sogar einen kleinen Job beim Obsthändler im Nebenhaus. Das Leben läuft perfekt und sie wartet nur noch auf ihren Freund Hannes der in einigen Wochen nachkommen wollte.

Da fangen die Dinge langsam an sich zu verändern. Zuerst entwickelt sich Greta immer mehr zu einer putzsüchtigen, pedantischen Ordnungsfanatikerin, dann taucht im Treppenhaus ein kleines stummes Mädchen auf, welches nirgendwohin zu gehören scheint. Und plötzlich taucht die erste Leiche im Dachstuhl auf. Die alte Nachbarin mit der Juli gestern noch zusammen die Gardinen aufgehängt hat wurde mit einer roten Echthaarperücke erstickt. An der Tür steht in kindlicher Schrift der Satz: "Ich will brav sein"

Die Geschichte plätschert am Anfang so vor sich hin und ich hatte echt Probleme durchzuhalten. Ich bin weder mit Juli noch mit Greta wirklich warm geworden. Die eine ist total divenhaft und anstrengend, die andere einfach nur langweilig. Kein Charakter hat eine wirkliche Entwicklung durchgemacht. Und so passiert lange nichts spannendes. Als dann der erste Hinweis kommt war mir fast sofort klar wie es ausgehen würde.

Zwischendrin gab es zwar noch einige spannende Szenen aber leider war die Geschichte insgesamt zu langatmig. Das Ende war eine Katastrophe und in meinen Augen total unrealistisch und konstruiert. Ich habe eine Weile und mehrere Anläufe gebraucht um überhaupt zu verstehen wie alles zusammenhängt, weil es sich alles überschlägt und auf 4 Seiten mehr passiert als in der gesamten ersten Hälfte.

Ich habe schon jetzt nur einen Tag nach Beenden des Buches echt Schwierigkeiten alles zusammenzubekommen, das zeigt ja nur, dass es keine Story ist, die man länger mit sich rumträgt, sondern eher etwas was man schnell wieder vergisst.

Deshalb kann ich leider auch nur sagen, dass "Ich will brav sein" leider keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.


Man kann es lesen, aber man muss es nicht ;-) 

Cover -Mittwoch #2


Bei Manuela gibt es wieder eine neue Runde Cover-Mittwoch. Dieses mal sucht sie nach einem Buch mit einer Frau auf dem Cover.

Da fällt mir sofort "Das Reich der sieben Höfe" ein


Meine Rezi findet ihr hier. Kennt ihr die Reihe? Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nur den ersten gelesen habe und dann nicht weiter OBWOHL ich den MEGA fand. Ich bin einfach kein Reihen Typ ich lese zuviele andere Bücher zwischendurch und dann krieg ich den Anschluss nicht mehr :-(

Liebe Grüße



Montag, 13. November 2017

Montagsfrage #7



immer wieder Montags möchte das Buchfresserchen etwas von uns wissen :-) diese Woche geht es um Bestsellerlisten.

Siehst du dir Bestsellerlisten an?


also wenn es um die offiziellen Spiegelbestsellerlisten oder so geht, dann ganz klar nein. Da sind meist Genres vertreten, die mir nicht liegen und mit den wenigstens Büchern kann ich wirklich etwas anfangen.

Was ich aber durchaus sehr gerne anschaue sind die Listen bei Lovelybooks die nach Genre sortiert sind, dort habe ich schon öfters ein interessantes Buch gefunden. Die meisten Tips hole ich jedoch von euch, den Bloggern ;-) Denen von euch wo ich schon länger folge, da weiss ich wenn euch was gefällt, gefällts mir in 98% der Fälle auch! :-) Damit bin ich bisher sehr gut gefahren.

Wie macht ihr das? Schaut ihr regelmäßig in die Bestsellerlisten?

Ich wünsche euch einen tollen Wochenstart

Mittwoch, 8. November 2017

Cover-Mittwoch #1



Bei der lieben Manuela von Mamenus Buecher läuft Mittwochs immer der Cover Mittwoch, diesmal möchte ich mich anschliessen :-)

Hier geht es darum das ich euch am Mittwoch ein Buch vorstelle,die ich schon gelesen habe und zu dem ein bestimmtes Thema zum Cover passt.Es ist ganz einfach,diese Woche habe ich mir das Thema ausgesucht.
ein Buch mit weißen Cover






da fällt mir spontan dieses hier ein:


das habe ich zwar gehört und nicht gelesen aber ich habe es trotzdem rezensiert ;-)



Kennt ihr die Reihe? Was habt ihr zum Thema passendes in eurem Repertoire? 

Ich lasse liebe Grüße aus meinem Stall da 




Montag, 6. November 2017

Montagsfrage #6



Guten Morgen ihr lieben, es ist schon wieder eine neue Woche gestartet und da möchte ich natürlich
auf die aktuelle Montagsfrage von Buchfresserchen eingehen. Eine ganz tolle Frage wie ich finde.

Montagsfrage: Wie wichtig ist es dir gelesene Bücher zu rezensieren? Versuchst du alle zu rezensieren oder nur bestimmte?

Ich habe da einen kleinen "Tick" ich rezensiere immer SOFORT nach dem Lesen und das heißt wirklich sofort. Buch weglegen - Blog öffnen und lostippen. Wenn ich länger warte oder gar vorher noch ein anderes Buch beginnen würde, dann würde ich sicher mehrere Inhalte miteinander vermischen. Da ich mir während des Lesens keinerlei Notizen mache, hat sich diese Methode als die für mich praktikabelste herausgestellt.

Ich rezensiere grundsätzlich alle Bücher die ich lese. Der einzige Unterschied ist, dass ich bei Rezensionsexemplaren auch auf Amazon eine Rezi veröffentliche, sonst behandel ich alle Bücher exakt gleich und alle werden besprochen (Auch Hörbücher) 

Wie handhabt ihr das? Wird jedes Buch besprochen oder lasst ihr auch mal welche unter den Tisch fallen? Ist das Rezensieren eine lästige Pflicht und stapeln sich die gelesen Bücher bei euch? 

Ich wünsche euch einen tollen Wochenstart. 


Sonntag, 5. November 2017

#31/ 2017 [Rezi] Ali Land - Ich bin böse

Autor: Ali Land
Übersetzung: Sonja Hauser
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 20.02.2017
Seiten: 353
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann


Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter ...


Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut, es wurde mir empfohlen und als ich es zufällig in der Onleihe gefunden habe musste ich sofort zuschlagen.

Millys Mutter ist eine Serienkillerin. Sie hat bisher 9 kleine Kinder auf dem Gewissen. Im Deckmantel der Kinderhilfe hat sie sich bei den Eltern das Vertrauen erschlichen und die Kinder dann zu sich geholt und sie grausam gequält und geprügelt.

Milly hat sie dazu gezwungen zuzusehen und zu "lernen". Nachdem die Mutter mit dem 9ten Kind genau den Jungen erwischt hat, mit dem Milly sich sehr gut verstanden hat, kann das Mädchen nicht mehr. Sie reisst aus und zeigt ihre Mutter bei der Polizei an. Die Mutter wurde abgeführt und Milly (die eigentlich Annie heisst) lebt nun bei Familie Newton, ihrer Pflegefamilie.

Während der Pflegevater (seines Zeichens Psychotherapeut) sehr engagiert ist, und Milly in vielen Sitzungen helfen und sie auf die bevorstehende Verhandlung vorbereiten möchte, hat sie bei Pheobe,  ihrer Pflegeschwester nix zu melden.  Das Mädchen mag sie von ersten Augenblick nicht und mobbt sie vor versammelter Mannschaft wo es nur geht. Die einzige Freundin die Milly nach einer Weile finden kann ist eine 3 Jahre jüngere Jugendliche aus der Sozialsiedlung, die selbst in sehr schlechten Verhältnissen lebt.

Als diese allerdings zu neugierig wird, und Milly über die Verhandlung ausquetscht zeigt Milly, dass sie die Gene ihrer Mutter in sich trägt und rastet aus.

In einigen Rezensionen habe ich gesehen, dass sich Leser über den Schreibstil beklagen, abgehackte kurze Sätze. Das kann ich nicht bestätigen! Das Buch las sich von der ersten bis zu letzten Seite wirklich Super - zwischendrin gab es kurz ein paar Sätze vorallem wenn es um Millys Gedanken geht, die sich überschlagen, die bestehen dann aus einzelnen Wörtern, aber ich finde hier passt dieses Stilmittel perfekt rein um ihre Verfassung zu verdeutlichen.

Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mit Milly mitgefiebert, gelitten und gekämpft. Ich kenne das Mobbing aus eigener Erfahrung aus der Schule und konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen. Die Autorin hat Psychologie studiert, das ist der Geschichte sicher sehr zu Gute gekommen. Sie hat vorallem Milly wirklich sehr authentisch dargestellt.

Die Story kommt ohne viel Blut aus (über die Morde der Mutter wird nur am Rande gesprochen) es geht vorallem um Millys Geschichte, ihre Gefühle, Ängste und Leiden. Und um die bevorstehende Verhandlung. Der Leser (ich zumindest) habe total auf den Punkt hingefiebert, wann die Verhandlung endlich losgeht und diese last von Milly genommen wird, wieder auf ihre Mutter zu treffen.



Wer unblutige spannende und gut konstruierte Thriller mag, dem sei "ich bin böse" wärmstens empfohlen. Ganz klar Empfehlung von meiner Seite aus!