Montag, 20. März 2017

#1/ 2017 - [Rezi] Arno Strobel - Die Flut





Autor:Arno Strobel
Genre:Thriller
Preis: € 9,99 [D]
Einband: ebook
erschienen:21. Januar 2016
Seitenanzahl: 368
Meine Wertung: 5,0 Huftiere
Reihe: nein
Verlag: Fischer Leseprobe















Es ist NACHT, sie sind am Strand, HILFLOS, ihm AUSGELIEFERT, sie können sich nicht befreien, und dann kommt die FLUT …

Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.
Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …




das Buch wurde mir empfohlen und da ich schon das ein oder andere von Arno Strobel gelesen und gemocht habe, habe ich nicht lange gezögert Eine sehr gute Entscheidung wie sich heraus gestellt hat.

Das Cover ist aufs wesentliche reduziert (wie bei eigentlich allen Strobels) und schafft so eine düstere Atmosphäre und weckt Interesse. (zumindestens meins *lach*)

Wir lesen hier von Julia und Michael (einem jungen Paar) welches zusammen mit Michaels Arbeitskollegen Andreas und seiner Frau Martina Urlaub in Andreas Ferienhaus auf Amrum machen wollen.

Ihre Urlaubsfreude wird jäh getrübt, als sich am Strand ein brutaler Mord ereignet. Eine Frau wurde bis zum Hals im Sand vergraben und so der Flut ausgesetzt, ihren Mann hat der Täter nur einige Meter weiter an einen Pfahl festgebunden am „Spektakel“ zusehen lassen.

Amrums Bewohner sind am rätseln, wer für diese schreckliche Tat verantwortlich sein kann. Das hinzugezogene Ermittlerteam aus Flensburg: ein cholerischer Hauptkommissar und sein etwas zurückhaltender Kollege verdächtigen sehr schnell Michael und als man zuerst sein Portemonnaie unweit des Tatorts und dann noch einen Ohrring des Opfers an seiner Jacke findet beginnt die Hetzjagd…..

Ich habe das Buch verschlungen und von Anfang bis Ende mit gegrübelt wer nun der Täter ist. Obwohl nicht wirklich viel Handlung in der Story war, hat sie einen doch komplett gefesselt und nicht mehr aus den Fängen gelassen. So bei 90% habe ich jäh aufgeschrieen und nur gesagt „HAB ICHS DOCH GEWUSST!“ …. Herzrasen, als wäre man selbst an der Ermittlung beteiligt….

Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und genau diese Mischung macht es auch aus, irgendwie ist jeder auf seine Art verschroben und seltsam und rückt mal ins Visier der eigenen Verdächtigungen.

Das Ende kam etwas plötzlich und sehr unerwartet, voll auf kaltem Fuß erwischt sozusagen. Aber ich kann nun auch nicht sagen was ich mir genau anders gewünscht hätte, deshalb ist es Kritik auf sehr hohem Niveau.


Ich gebe guten Gewissens 5 Hufies für einen spannenden Thriller – gerne würde ich noch mehr Storys von Harmsen und Diedrichsen lesen, die wären das perfekte Ermittlerteam für eine Reihe! Herr Strobel falls sie das lesen – denken Sie bitte daran.